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Hinweis: lt. der Thermopal-Homepage sollen wenig  oder keine(?) Bahnschwellen zum Einsatz kommen, aber die teerölimprägnierten Althözer gibt es nicht nur in Form von Bahnschwellen...
Die Altholzkategorie IV hat noch einige Schmankel mehr:
"mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz, wie Bahnschwellen, Leitungsmasten, Hopfen-stangen, Rebpfähle, sowie sonstiges Altholz, das aufgrund seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder A III zugeordnet werden kann, ausgenommen PCB-Altholz"

Die kleine Bahnschwellen Exkursion

Neue Bahnschwellen gibts von ...

Pfleiderer/Infrastrukturtechnik/track systems: "Bahnschwellen bilden seit Jahrzehnten das Fundament unserer Mobilität. Unsere bedarfsgerechten Systeme vom Grünen Gleis bis zur Festen Fahrbahn bieten für jede Fahrbahnanforderung die optimale Lösung."

Alte Bahnschwellen sind nicht so geschätzt

Viel Umweltämter, ja sogar die Polizei warnt: (Quelle: Umweltamt Duisburg)  > > > >

Hände weg von alten Bahnschwellen (an Privatpersonen gerichtet)
Alte Bahnschwellen stellen vor allem aufgrund ihrer Haltbarkeit ein beliebtes Baumaterial dar. Doch die nahezu unbegrenzte Haltbarkeit hat ihren Preis, denn die verwendeten Holzschutzmittel enthalten Teeröl, sind Krebs erregend und heute nicht mehr zulässig. Auch Bahnschwellen oder Leitungsmasten, die früher mit solchen Holzschutzmitteln behandelt wurden, unterliegen heute strengen Beschränkungen. So ist die Verwendung im privaten Bereich schon seit 10 Jahren verboten. Auch wer dieses Material an Privatpersonen abgibt, macht sich strafbar. Trotzdem werden immer noch aus Unkenntnis über das Verbot und die Gefahr alte Bahnschwellen z.B. zur Gartengestaltung eingesetzt. Noch nach vielen Jahren „schwitzen“ diese Stoffe aus den Hölzern aus und belasten die Umwelt. Im gewerblichen Bereich ist die Nutzung alter Bahnschwellen und Leitungsmasten unter bestimmten Voraussetzungen nur noch als solche gestattet. D. h., Bahnschwellen dürfen auch nur als Bahnschwellen wieder eingebaut werden. Was passiert aber mit den Bahnschwellen, die schon irgendwo eingebaut sind? Ein generelles „Sanierungsgebot“ hierfür hat der Gesetzgeber nicht aufgestellt. D. h., diese Bahnschwellen dürfen in der Regel in ihrem jetzigen Zustand eingebaut bleiben, es sei denn es sprechen zwingende Gründe, wie z.B. der Einbau in Trinkwasserschutzzonen oder auf Kinderspielplätzen dagegen. Es dürfen aber keine Veränderungen (z.B. Bohren, Sägen usw.) an ihnen vorgenommen werden. Denn es heißt auch hier: Hände weg! Vor allem an nachträglichen Schnittstellen ist jeglicher Hautkontakt zu vermeiden, da die Aufnahme der Giftstoffe über die Haut erfolgt. Daher empfiehlt das Amt für kommunalen Umweltschutz bereits eingebaute Bahnschwellen gegen andere Materialen auszutauschen. Wer seine Bahnschwellen los werden möchte, darf diese auf keinen Fall verbrennen. Die Entsorgung hat nur in dafür genehmigte Anlagen erfolgen.

Welche Schadstoffe sind in Bahnschwellen enthalten ?  (andere Quellen: CH    CH(S.26,Tabelle)  uvm-bw )

Zitat CDU Malsch : Meinung von Umweltexperten Die teerölhaltigen Holzschutzmittel der Eisenbahnschwellen enthalten sehr viel PCP, das inzwischen verboten ist. ... Ob eine Gesundheitsgefährdung durch Berühren und einatmen gegeben ist, hängt vor allem vom Alter der Schwellen ab. Sehr alte Schwellen geben relativ wenig giftige Stoffe ab. Die Gefahr der Vergiftung des Bodens und einer Schädigung der Pflanzen ist immer gegeben. Deshalb sollten die Schwellen nicht im Blumen- und Gemüsegarten verwendet werden - schon gar nicht dort, wo Kinder spielen. Auch Unkraut, das an den Schwellen wächst und auf dem Kompst landet, belastet später den Boden. Unser Rat: die Schwellen zu entfernen, als Sondermüll auf die Deponie fahren lassen. Das Erdreich im Umkreis von 1 m auszuheben und durch neue Erde zu ersetzen. Die alte Erde gehört auf die Sondermülldeponie. PCP = Pentachlorphenol
Nach der Teerölverordnung vom 28. Mai 1991 ist die Verwendung von imprägnierten Eisenbahnschwellen im privaten Bereich, beispielsweise als Umzäunung von Gärten, verboten. Und dies aus gutem Grund: Teeröle enthalten polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Einige Substanzen dieser Verbindungsklasse wie das Benzo(a)pyren gehören zu den stärksten der bisher bekannten organischen Krebsauslösern. sie werden für den Haut- und Lungenkrebs beim Menschen verantwortlich gemacht. Es ist zu befürchten, dass vor alem an heißen Sommertagen die Teeröle im Innern der alten Bahn- schwellen an die Oberfläche treten. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass die Schwellen mit Resten von Unkrautvernichtungsmitteln belastet sind. Die Bundesbahn hatte ihre Schienenwege jahrelang mit 2,3,5-T gespritzt, das als Verunreinigung das berüchtigte Seveso-Dioxin enthielt. Teerölimprägnierte Hölzer müssen als Sondermüll entsorgt werden. Ihre Verbrennung im privaten Ofen ist verboten, da die Entstehung von Dioxinen zu erwarten ist.
Fazit: Verantwortungs- und umweltbewusste Menschen entsorgen solche Schwellen als Sondermüll!

Anderes Zitat Nieders. Umweltmin.: um Schutz gegen Nässe, Fäulnis und Kleintierbefall sind in der Vergangenheit Bahnschwellen aus Holz mit sogenannten Teerölen (Kreosoten) behandelt worden. Bei den Kreosoten handelt es sich um ein Gemisch von giftigen polycylischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (paH), von denen insbesondere das benz(o)-a-pyren auch krebserzeugend wirkt.

Kleine Rechnung
Eine Bahnschwelle (80 kg) enthält bis zu 10 kg Teeröl (CH) 12,5 %. Wenn 10 % der Altholzes Bahnschwellen sind, dann werden 200.000t*0,1*0,125 = 2500t Teeröl pro Jahr verbrannt (Hinweis: das kleine t sind TONNEN)


hier meine eMail-Adr: Hans-Martin.Hanisch@t-online.de   Impressum/Hinweis/V.i.S.d.P./§§    Stand: 26.2.2003